Aperture und andere RAW-Konverter
Der Vergleich von Aperture mit “reinen” RAW-Konvertern wird immer wieder hergestellt. Unbestritten, dass Aperture in Sachen RAW-Konvertierung noch aufholen muss, aber im Vergleich zur Version 1 ist doch schon einiges passiert. Aperture aber auf einen RAW-Konverter in der Betrachtung allein reduzieren zu wollen halte ich für nicht fair, da die RAW-Konvertierung bekanntlich nur EIN Teil von Aperture ist.
Aperture ist auch Bildverwalter inkl. einer genialen und einfachen Verschlagwortung, hat wenn auch wenige, doch essentielle Bildbearbeitungsfunktionen wie z.B. den Reparaturstempel, ist Printprogramm, die Leuchttischfunktion sucht Ihresgleichen, ermöglicht Webgalerien und bietet die Möglichkeit Bücher zu gestalten. Jede einzelne dieser Funktionen ist sehr einfach handzuhaben. Bei jedem dieser Bereiche stehen die RAW-Dateien zur Verfügung. So ist es ein Leichtes, Fotos mit wenigen Klicks an die jeweilige Aufgabe anzupassen, ohne jedes Mal ein neues Foto zu erstellen zu müssen, nur weil die Schärfe angepasst werden soll, oder die Helligkeit für den Ausdruck oder die Internetpräsentation verändert werden muss, sondern es wird nur eine wenige KB grosse Datei mit den Einstelldaten erzeugt.
Systembedingt, da ja das jeweilige Bild aus RAW-Datei plus Einstellungen erzeugt wird, braucht Aperture mehr Power als andere “reine RAW-Konverter”, die einmal ein Bild erstellen.
Dank Core-Image ist Aperture erst möglich geworden, aber dazu ist wie geschrieben Power nötig, Power des oder der Prozessoren und vor allem der Grafikkarte.
Aperture läuft auf PPC-Rechnern gleich schlecht, egal ob G4 oder G5 auch daran gibt es nicht viel zu rütteln, bekommt aber auf einem Intel (hier steht ein MacBook Pro mit 2.33 Intel Core 2 Duo) wahre Flügel.
Aperture ist somit einfach mehr als die reinen Rawkonverter wie RAW-Developer, C1 & Co, aber auch mehr als die Bildverwaltungstools iView Media Pro und ähnliche Programme.
Man mag von “eierlegenden Wollmilchsäuen” wie Aperture oder Adobe Lightroom halten was man will, die Vorteile liegen klar auf der Hand, ist es doch nicht nötig mehrere Programme zur Hand zu nehmen um den Workflow rund ums RAW-Bild zu organisieren.
Die Fortschritte der letzten Versionen haben mich überzeugt. Apple wird auch den letzten Feinschliff bei den einzelnen RAW-Formaten schaffen, davon bin ich überzeugt, daher ist Aperture nun auch meine erste Wahl und hat in Kombination mit PS CS 2 nun RD + IVMP + PS CS2 abgelöst.
Ein durchaus kontroverseres Thema, würde mich freuen, wenn ihr die Kommentarfunktion nutzen würdet.
